Entsäuern kann man sowohl über die Ernährung als auch mit Basenpulvern, Basenbädern und Natron (Natriumhydrogencarbonat) bzw. Kaliumcarbonat. Zur richtigen Ernährung schreibe ich weiter unten etwas: Basische Ernährung, denn die basische Ernährung ist eigentlich die Grundlage beim Entsäuern.

Das Ziel sollte ein Ernährungswechsel sein.  Aber sind wir mal ehrlich. Der Alltag zwingt uns dazu, wieder in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen. Wir werden wieder so essen wie vorher. Aber wenn man wirklich stark übersäuert ist und daher keine einzige Körperfunktion noch normal funktioniert (Verdauungsenzyme z.B.), wird es nicht mehr reichen, nur seine Ernährung umzustellen. Denn selbst das gesündeste Lebensmittel muss ordentlich verdaut werden, damit die guten Inhaltsstoffe dort landen, wo sie helfen und unseren Körper entsäuern.

Eine Übersäuerung hat viele Gesichter. Die Symptome sind mannigfaltig. Wann man an die Entsäuerung des Körpers denken sollte, erfährst du hier:

Anleitung

Die Entsäuerung des Körpers sollte sowohl von innen wie von außen stattfinden. Ich halte es so, dass man aus allen Rohren schießen sollte. Eine Basenflut muss durch den Körper laufen und jede Säure intrazellulär und extrazellulär neutralisieren.

Entsäuerung mit Natron bzw. Basenpulver auf Carbonatbasis

(Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.)

Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist das basische Pendant zum Kochsalz (Natriumchlorid). Carbonate kommen in ihrer Urform nicht in unserer Nahrung vor und es ist sehr unnatürlich diese zu schlucken. Hydrogencarbonat kommt in unserem Körper vor, aber im Magen nur als Schutz der Magenschleimhaut vor der eigenen Magensäure und im Blut als Puffer. Hydrogencarbonat wird im Magen von den Nebenzellen der Magenschleimhaut abgegeben. Das Hydrogencarbonat ist ein Teil der Schleimschicht, welches die Magenwand vor der stark ätzenden Salzsäure schützt.
Über den Magen

Die Salzsäure wird von den Belegzellen hergestellt. Aus Salz stellen die Belegzellen des Magens Salzsäure her, die ins Mageninnere abgegeben wird während das Hydrogencarbonat ins Blut abgegeben wird. Wenn man etwas isst, geschieht das natürlich im größeren Stil. Dadurch fühlen wir uns dabei immer so gut (und auch u.a. deswegen müde), weil das Blut eine ordentliche Dosis Hydrogencarbonat abbekommt. Dieses wird aber direkt von der Bauchspeicheldrüse aufgenommen, denn das Blut muss einen relativ konstanten PH-Wert haben. Die Bauchspeicheldrüse hat dann die schwierige Aufgabe, den Speisebrei, der aus dem Magen in den Zwölffingerdarm kommt, wieder zu neutralisieren bzw. sogar in den basischen Bereich um 8 herum zu katapultieren.

Diese Aufgabe kann die Bauchspeicheldrüse natürlich einfacher erfüllen, wenn man sie ein wenig unterstützt. Wenn man Natron oder ein ein Basenmittel auf Carbonatbasis zum richtigen Zeitpunkt nimmt, nämlich wenn der Magen gerade mit seiner Arbeit fertig ist und den Speisebrei in den Zwölffingerdarm abgibt, nimmt man der Bauchspeicheldrüse beim Neutralisieren der Säure ein wenig Arbeit ab. Aber wenn man allerdings Basenmittel auf Hydrogencarbonat-Basis direkt zum Essen schluckt, neutralisiert man die Magensäure zu früh und schwächt die Vorverdauung durch den Magen. Hat man gerade einen fettigen Schweinebraten gegessen, dauert es einige Stunden bis der Speisebrei den Magen verlässt.

Magenverweildauer der Speisen

  • bis 1h: Getränke
  • bis 2h: Leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Reis, Weißbrot, Kartoffeln (gekocht) & Milch
  • bis 3h: Rührei, Sahne, Mischbrot, einige Gemüse, Fisch (gekocht)
  • bis 4h: Geflügel (gekocht), Vollkornbrot, viele Gemüse, Bratkartoffeln
  • bis 5h: Die meisten Fleischgerichte, Hülsenfrüchte, aber auch Fettfische
  • bis 7h: extrem fettige Speisen, fetter Schweinebraten, Ölsardinen, Aal, Gans/Ente

Wer sehr fettig isst oder viel Fleisch gegessen hat, sollte also am besten ganz darauf verzichten, durch Natron Einfluss auf die Verdauung zu nehmen.

Für diejenigen mit einem wissenschaftlichen Faible: Wenn man Salzsäure (HCl) mit Natron/Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) neutralisiert, entsteht Wasser, Kochsalz und Kohlendioxid. Hier die Reaktionsgleichung:

HCl + NaHCO3 = NaCl + H2O + CO2

Kritiker von Basenpulver auf Hydrogencarbonat-Basis sagen, dass zu viel Salz entstehen würde und Salz ist ja bekanntermaßen ungesund. Salz ist aber auch lebensnotwendig nur nicht in zu großen Mengen.

Unsere körperliche Salzzusammensetzung gleicht dem Meer, weil wir letztendlich aus dem Meer kommen. Darum ist Meersalz auch gesünder als Speisesalz. Dem hat man damit Rechnung getragen, dass es nicht nur reines Natron sondern auch Tabletten und Basenpulver gibt, die der Mineralienzusammensetzung unseres Körpers nachempfunden sind. Diese Basenmittel bestehen also nicht nur aus Natrium sondern auch aus Kalzium, Kalium Magnesium und Co.

Und außerdem: Die Menge macht das Gift. Wenn man es nicht übertreibt, ist es hilfreich und wirkt vor allem schnell und punktgenau, wenn man seiner Bauchspeicheldrüse unter die Arme greifen möchte. Zusätzlich sind wir ja eh alle chronisch dehydriert. Wir trinken alle zu wenig Wasser. Wenn man keinen Bluthochdruck hat, genug trinkt, was bei Übersäuerung eh das A & O ist, sollte man sich wegen des „Zuviel an Salz“ keine Sorgen machen. Eine ärztliche Anordnung, wenig Salz zu sich zu nehmen, sollte man natürlich immer befolgen.
Entsäuerung mit  Trinkwasser
  • Übrigens, viele Heilwasser, die aus Quellen sprudeln, an denen Menschen in Schlangen anstehen, um sich etwas abzufüllen, haben ganz besondere Inhaltsstoffe: Mineralien auf Hydrogencarbonat-Basis.
  • Da kann man sich sein „Heilwasser“ doch einfach selbst machen, oder?
    Einfach ein wenig Basenpulver auf Carbonatbasis ins Trinkwasser mischen. Aber nicht zu viel, es soll ja noch schmecken. Dieses Wasser kann man dann über den Tag verteilt trinken.
  • Stilles statt kohlensäurehaltiges Wasser.

Zellen entsäuern: Basenpulver aus Citrate

Citrate wirken nicht wie die Carbonate in Magen und Darm. Citrate wirken in den Zellen, also findet die Entsäuerung mit Citraten intrazellulär statt.. Wenn man aber einen stark übersäuerten Magen hat, sollte man zuerst vermehrt auf Basenpulver oder Basentabletten auf Hydrogencarbonat-Basis setzen, um den Körper zu entsäuern. Dabei entsteht Kohlensäure, um diese Kohlensäure/Kohlenstoffdioxid rauszulassen, muss man nun mal rülpsen. :-)

Wenn du den Effekt selbst sehen möchtest, dann nimm mal dein Basenmittel auf Hydrogencarbonat-Basis und gib es in Essig. Das Resultat ist eine sprudelnde Essig-Limo. :-)

Diese Kohlensäure kann natürlich auch das Triebmittel von Blähungen sein. Womit Basenpulver auf Hydrogencarbonat-Basis Blähungen verursachen können.

Citrate sind besser

Das liest und hört man überall. Man sollte auf Citrate und nachrangig auf Carbonate setzen. Je nach Verträglichkeit. Manche Menschen vertragen keine Citrate, manche keine Carbonate. Aber die Menge macht das Gift und Citrate sind definitiv die bessere Wahl. Denn Basenmittel auf Basis von Natriumbicarbonat oder Calciumcarbonat können regelmäßig und in hoher Dosierung eingenommen mittel- bis langfristig schädlich sein.

Warum sind Basenpulver auf Carbonatbasis nicht so gut wie Citrate?
  • Der Magen soll sehr sauer sein, aber Carbonate neutralisieren die Magensäure.
  • Der Dünndarm soll zwar basisch sein, aber nicht zu sehr, denn …
  • Irgendwann kommt der Speisebrei ja auch im Dickdarm an. Ein eher saures Milieu sollte dort vorherrschen, denn dort müssen pathogene Keime durch Milchsäurebakterien verdrängt werden. Ammoniak, das giftige Stoffwechselprodukt von Clostridien, wird durch die Milchsäure der Laktobazillen in ein ungiftiges Salz umgewandelt und kann gefahrlos ausgeschieden werden. Wenn dieses nicht ausgeschieden wird, hat die Leber mit der Entgiftung eine Menge zu tun.
  • Durch den sauren PH-Wert im Dickdarm können Mineralien durch die Darmschleimhaut besser aufgenommen werden. Da beginnt der Teufelskreis: Ohne niedrigen PH-Wert im Dickdarm keine gute Mineralien-Aufnahme, ohne Mineralien keine Entsäuerung.

Citrate wirken intrazellulär bzw. im Zellstoffwechsel.

Es ist aber vor allem der richtige Mix aus Citraten, der optimal zusammengestellt werden sollte.

Quelle: Dr. Jacobs Website

Wenn man gleichzeitig seinen Darm aufbaut (Artikel: Darmflora aufbauen) und damit pathogene Keime daran hindert, auch zur Vergiftung des Körpers beizutragen, ist man auf dem besten Weg!

Wenn man eh Probleme mit der Darmflora hat und die Darmflora schonen möchte, kommt mittel- bis langfristig nur ein Basenpulver aus Citraten infrage.

Hier mal die wichtigen Citrate und eine kleine Anleitung, wie man Basenpulver bzw. Citrate selbst herstellen kann: Basen Citrate

Entsäuerung über die Haut

Gerade bei Symptomen, die die Haut oder die Nägel betreffen, sollte man über die Haut entsäuern:

  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Akne
  • Zellulite
  • Hautpilze
  • Fußpilz
  • Sonstige Hautproblem

Bei diesen Erkrankungen sollte man auf jeden Fall von außen entsäuern. Das geht mit Basenbädern, entweder als Vollbad oder als Fußbad mit speziellen basischen Basenzusätzen oder aber mit Natron (Amazon* ).

Die Haut scheidet über die Haut Säuren aus. Das wissen wir ja schon. Denn es gibt ja den Säureschutzmantel. :-)

Die Lüge vom Säureschutzmantel

Nach meiner Meinung, ist der Säureschutzmantel eine Erfindung der Kosmetikindustrie. Klar, egal bei wem in der zivilen Welt man den PH-Wert der Haut misst, jeder wird einen sauren PH-Wert aufweisen, weil so ziemlich jeder übersäuert ist und diese Säure einfach raus muss aus dem Körper.

Man sollte mal bei einem Urvolk anklopfen und fragen, ob man mal eine kleine Studie durchführen darf. Vegetarier und Veganer haben übrigens auch einen „sehr schwachen“ Säureschutzmantel. Nach der Logik der Schulmedizin ist ihre Haut somit also weniger vor Viren und Bakterien geschützt. Merkwürdigerweise haben Vegetarier & Veganer nicht häufiger sondern eher seltener Probleme mit Hautkrankheiten.

Fruchtwasser ist basisch

Das Fruchtwasser, in dem kleine ungeborene Menschlein etwa 9 Monate ihr Dasein fristen, ist auch nicht sauer, sondern ist mit einem PH-Wert von etwa 8,5 basisch. Warum, liebe Hautärzte und Kosmetikindustrie, macht die Natur eigentlich diese Fehler? Nach dem Motto, nur das Kind, das es trotz der basischen Tortur, ohne Säureschutzmantel, schafft, zur Welt zu kommen, ist stark genug, diese Welt zu überleben? Survival of the fittest?

Man hat auch gemeint, dass eine „bakterienverseuchte“ Muttermilch niemals so gut sein kann, wie sterile mit Kohlenhydraten gesättigte Babynahrung.  Zumindest hat es hier mittlerweile ein Einsehen gegeben.

Säureschutzmantel ist Indikator für Übersäuerung

Für die Kosmetikindustrie ist die Existenz des Säureschutzmantels eine gute Einnahmequelle, weil sich PH-neutrale Pflegemittel teurer verkaufen lassen, als ordinäre Seife. Für die Schulmedizin ist der Säureschutzmantel ein erstklassiges Mittel zur Verdrängung der Tatsache, dass der Körper latent übersäuern kann. Dass der Körper dann noch versucht, diese Säuren bei Überforderung der primären Entgiftungs- bzw. Ausscheidungsorgane über die Haut loszuwerden, ist harter Tobak für Onkel Doc.

Normale Seife ist basisch/alkalisch und zerstört demnach den „Säureschutzmantel“ und die Kosmetikindustrie hilft uns mit PH-neutralen (PH-neutral ist dann nicht PH 7 sondern Haut-PH-Wert-neutral 5,5) Duschgels und Pflegeprodukten. Und selbst wenn ich Unrecht haben sollte. Wäscht man seine Haut mit Seife, dann ist sie nach ein paar Stunden eh wieder sauer! Früher gab es nicht so viele Hauterkrankungen wie heutzutage und man hat sich mit Kernseife gewaschen. Zufall?

Waschen mit Kernseife

Zu allererst sollte man seine Gewohnheit ändern: Duschgels riechen zwar gut, aber reinigen nicht so gut wie richtige Seife. Zudem beinhalten Duschgels viel zu viel Chemie. Säure, Gift und Chemie wollen wir loswerden und uns nicht damit reinigen. Wenn das Duschgel dann noch PH-neutral (5,5) ist, schenkt man es lieber einem ungeliebten Menschen, wirft es weg, aber wäscht sich nicht mehr damit.

Basisches Shampoo für die Haare

Es gibt auch basisches Shampoo, wenn man also Probleme mit der Kopfhaut oder mit Haarausfall hat, sollte man auch mal basische Haarpflegeprodukte* ausprobieren.

Hier prallen wirklich verschiedene Weltansichten aufeinander. Die einen verkaufen basische, die anderen saure (PH-neutrale = 5,5?) Pflegeprodukte.

Haushaltsseife

Oh ja, Haushaltsseife ist ein Tausendsassa. Mit Seifenflocken* kann man sich sogar ein Flüssigwaschmittel selbst herstellen, um seine Kleidung … Stop. Die Kleidung wollen wir ja nicht entsäuern.

Wenn du das nächste Mal unter die Dusche hüpfst, nimm Kernseife mit. In jeder Drogerie gibt es z.B. die Haushaltsseife von Dalli (Amazon* ).

Das berühmte Dreierpack in einer durchsichtigen Folienverpackung mit roten Streifen. Somit ist diese Haushaltsseife alles andere als verkaufsfördernd verpackt. Für mich ein gutes Zeichen.

Blöderweise ist die Form der Seife mit diesen Rillen alles andere als angenehm auf der Haut, vor allem wenn man sich an knochigen Stellen abseift. Ich  bevorzuge daher die folgende Kernseife, die es leider nicht überall zu kaufen gibt. Ich kaufe sie einfach in größeren Mengen online: online* .

Früher gab es sogar Badezimmer-Fliesen mit Seifenablage, kannst du dich erinnern? Früher wusste man noch, was gut ist, aber dann kam der Säureschutzmantel … :-)

Übrigens, weil wir gerade dabei sind. Um Ordnung zu halten, gibt aber auch solche Seifenhalter, die du ohne Bohren befestigen kannst. Im Zeitalter des Duschgels, der Conditioner et cetera, wollte ich nur noch mal darauf aufmerksam machen: Seifenablage*

Es gab ein Leben vor dem Duschgel und es gibt eines danach, glaub mir. Aber es gibt sogar basische Duschgels: Kaiser Natron Duschgel*

Basenbäder

Wenn der Körper schon gezwungen ist, über die Haut zu entsäuern, dann sollte man das Beste daraus machen. Man sollte sich 3 x in der Woche für mindestens 1 Stunde in einem Vollbad mit basischem Wasser entspannen.  Nach einer Stunde wird der Säureschutzmantel ja mal sowas von kaputt sein und das ist auch gut so. ;-)

Aber keine Sorge, der Körper ist so übersäuert, dass die Haut nach ein paar Stunden wieder ordentlich sauer ist. Juhuu, der Säureschutzmantel ist wieder da!

Jetzt folgt eine kleine Anleitung. Aber eigentlich ist das ja Quatsch. Zuerst müssen wir ja mal klären, womit man sich ein Basenbad herstellen kann. Es gibt dafür natürlich eine Menge Angebote. Und ich bin auch der Meinung, dass man zu Anfang auf so etwas zurückgreifen sollte. Wenn ein basisches Badesalz genau die richtige Zusammensetzung hat, ist dies nun mal besser.

Entsäuern mit Natron Bad

Ansonsten nehme ich gerne 4-5 Beutel Kaiser Natron für ein Vollbad. Das ist aber wirklich die Höchstdosis. Also sollte man bitte erst einmal ein Badesalz wie dieses von Jentschura (Amazon* ) ausprobieren. Vorher schon gut abseifen und mit einem Waschlappen ordentlich abreiben. Das Abreiben kann man dann jede Viertelstunde wiederholen. Gerne auch mal wieder mit Seife. Das alkalische Natron (Amazon* ) zieht die Säuren aus der Haut und neutralisiert sie.

Du kannst vor und nach dem Basenbad einfach mal den PH-Wert des Wassers messen.

Wenn man Probleme mit der Kopfhaut oder mit Haarausfall hat, sollte man so häufig wie möglich die Haare ins basische Wasser tauchen und die Kopfhaut massieren.

Basenfußbäder mit Natron

Der Knaller bei Nagelpilzen, denn diese mögen es ganz und gar nicht alkalisch.Zuerst die Nägel so kurz wie möglich stutzen. Aber auch bei Nagelpilzbefall muss man von innen mit Citraten und Carbonaten ordentlich entsäuern.

Interessant wird es, wenn aufgrund der Wirkung des Basenbades die mit Nagelpilz befallenen Fußnägel ausfallen. Denn das ist mir passiert. Sie wachsen gesund wieder nach und der Spuk ist vorbei. Wirklich genial. Bei Nagelpilzbefall am besten jeden Abend ein Basenfußbad nehmen.

Aber auch wenn man nicht an einem Nagelpilz leidet, kann man den Körper mit einem Natron (Amazon* ) Fußbad sehr gut entsäuern.

Mehr zur natürlichen Behandlung von Nagelpilz: Nagelpilz mit Naturheilmitteln selbst behandeln

Anleitung
  • Zuerst die Füße mit Kernseife ordentlich abwaschen.
  • Ein Esslöffel Natriumhydrogencarbonat in ein Gefäß in das die Füße nebeneinander hineinpassen.
  • Um bequem auf dem Sofa zu sitzen, dort ein Tuch ausgebreitet auf den Boden legen.
  • Ein weiteres Tuch aufs Sofa legen, damit man es jeder Zeit griffbereit hat
  • Telefon in greifbarer Nähe. Sonst keine elektrischen Geräte, die ins Wasser reinfallen könnten.
  • Fernseher oder Buch? Was zu trinken? Vielleicht stilles Wasser oder ein Basentee?
  • Nochmal auf Toilette gehen?
  • Das Wasser sollte ziemlich warm aber erträglich eingefüllt werden. Nicht zu viel, je konzentrierter desto besser.
  • Gut rühren, bis das Natron sich gelöst hat.
  • Füße rein und genießen.
  • Nach mindestens 1 Stunde, wenn das Wasser also schon längst kalt ist, Füße abtrocknen und aufräumen.

Es lohnt sich. Versprochen! Außerdem wirken Fußbäder mit Natron desodorierend, also gegen Stinkefüße.

Entsäuerung mit basischen Strümpfen (Natron)
  • Nimm eine kleine Schüssel und schütte ein wenig heißes Wasser rein.
  • Nun schütte Natriumhydrogencarbonat hinterher und löse es auf. Die Lösung muss richtig gesättigt sein. Du brauchst also so viel Natriumhydrogencarbonat oder so wenig Wasser, dass sich das Natriumhydrogencarbonat (Z.B. Kaiser Natron) nicht komplett löst.
  • Nun lege Strümpfe dort ein.
  • Wringe Sie aus.
  • Zieh sie an.
  • Ziehe ein zweites Paar Strümpfe drüber.
  • Die solltest du jetzt über Nacht anbehalten.
Zähne putzen mit Natron

Nimm irgendeine Zahnpasta, ich nehme auch gerne Ajona (Amazon* ), weil sie stark schäumt, aber sonst keine Chemie (Fluorid und Co.) beinhaltet. Nimm (z.B. Kaiser) Natron in den Mund (1 Messerspitze bis maximal 1/4 Teelöffel Kaiser Natron sollten reichen) und putz dir nun wie gewohnt die Zähne. Bei Paradontose und Problemen mit den Zähnen eine Wohltat. Aber auch der Mundgeruch wird effizient bekämpft. Was Du noch machen kannst, um deinen Zähnen etwas Gutes zu tun, erfährst du hier: Pflanzliche Spülungen bei Zahnfleischentzündungen

Ist Zähne putzen mit Natron schädlich? Nein. Ich habe mal meinem Zahnarzt, der ganzheitlich arbeitet, davon erzählt, dass ich meine Zähne mit Natron putze. Er erwiderte mir, dass ich das ruhig weiter so praktizieren solle. Heutzutage wird kein wirtschaftlich arbeitender Arzt einem einen Tipp geben, an dem er nichts verdient. Diese Tipps fallen immer in Nebensätzen, wenn man diese provoziert. Aber ist doch logisch, wenn Säuren schlecht für unser Zahnfleisch und die Zähne sind, dann muss man diese neutralisieren!

Basische Mundspülung mit Natron

Ich spüle auch gerne mit einer Kombination aus Vademecum (Amazon* ) und Kaiser Natron (Amazon* ) den Mund aus. Alle Bakterien, die uns die Zähne und das Zahnfleisch zerstören, mögen es sauer. Diese basische Mundspülung besteht aus ein Kombination, die Bakterien nicht gerade lieben. :-) Und vergiss den Zungenschaber nicht. Die Bakterien warten auf der Zunge darauf, dass sie sich wieder verbreiten können. Wie ich meine empfindlichen Zähne bzw. Zahnfleischentzündung losgeworden bin, erfährst du hier: Pflanzliche Spülungen bei Zahnfleischentzündungen

Basentee / Entsäuerungstee

Wenn du tagsüber aufgrund der Übersäuerung auf Kaffee verzichtest, kannst du ja statt irgendeinem Tee einen Basentee trinken. Wie z.B.:

Bentonit

Bentonit wird als Mittel zur Entgiftung des Körpers angeboten. Bentonit ist eine Mineralstofferde, die Giftstoffe bindet, die dann ausgeschieden werden können.

Wie lange soll man entsäuern?

Eigentlich spricht man bei einer Entsäuerung immer von Basenkuren bzw. Entsäuerungskuren/Entschlackungskuren. So eine Kur dauert bei mir mindestens 6 Wochen und ich höre erst auf, wenn ich mich gut fühle. Ich merke es wirklich, wenn der Körper den richtigen PH-Wert hat. Mein Schlaf wird besser, ich bin leistungsfähiger, ruhiger, positiv gestimmt, meine Haut wird besser und ich fühle mich frischer.

Meine Basenkur:

Der Begriff Entschlackungskur ist sehr verpönt, da es nicht gerade wissenschaftlich klingt, daher ist mein Entsäuerungsprogramm eine „Basenkur“. :-)

  • Morgens nach dem Frühstück ein Glas Wasser mit einem halben Messlöffel Jacobs Basenpulver. (Link* )
  • Mittags 2-3h nach dem Essen 1-2 Tabletten Bullrich Säure Base Balance (Link* ).
  • Abends nach dem Abendessen ein Glas Wasser mit einem halben Messlöffel Jacobs Basenpulver.
  • Zum Einschlafen 2 Tabletten Bullrich Säure Base Balance. (Das sorgt bei mir für einen ruhigen, erholsamen Schlaf)
  • Weitestgehend gesunde Ernährung, aber nicht streng nach Tabelle. Dafür esse ich viel zu gerne Fleisch, aber auf Süßes und Kohlenhydrate kann ich schon besser verzichten. Ich bevorzuge auch Gemüse statt Obst, da ich Schaubs statt Ragnar Bergs Theorie (Abschnitt: Basische Ernährung) plausibler finde.
  • Kernseife statt Duschgel
  • So oft wie möglich ein Basenbad
  • Bei Durchfall und/oder Blähungen Dosierung runter. In dem Fall kann man auch mal einen Tag aussetzen und ggf. langsam wieder steigern. Aber ich würde es auch als Zeichen deuten, dass der Körper genug von dem hat, was du ihm gibst!
  • VIEL STILLES WASSER ODER KRÄUTERTEES TRINKEN! Die Säuren müssen raus.

Liste mit bekannten Basenpulver/Basenmittel

  • Jacobs Basenpulver (Link* )
  • Bullrich Säure Base Balance (Link* )
  • Jentschura MeineBase 750g (Link* )
  • Alkala N (Link* )
  • Zirkulin Säure-Basen-Balance (Link* )
  • Senagold Basenpulver (Link* )
  • Basica (Link* )
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Ernährung

Grundsätzlich sagt man, dass eiweißreiche vor allem tierische Produkte im  Körper sauer und pflanzliche Produkte basisch verstoffwechselt werden. Diese Annahme geht zurück auf den schwedischen Biochemiker Ragnar Berg (1873 – 1956). Herr Berg ist Mitte des letzten Jahrhunderts gestorben. Diese Theorie ist veraltet und sollte hinterfragt werden, genauso wie die immer noch weit verbreitete Meinung, dass Salzkonsum den Blutdruck (dauerhaft) erhöht. Ragnar Berg hat Lebensmittel verbrannt und hat dann anhand der Rückstände darauf geschlossen, wie diese Lebensmittel in unserem Körper wirken. Eine verbrannte Zitrone z.B.  hinterließ sehr viele Mineralien. Der Säureanteil verbrannte vollständig.

Säuren aus Sulfat-, Chlorid-, und Phosphat-Verbindungen übersäuern unseren Körper:

  • Schwefelsäure
  • Salzsäure
  • Phosphorsäure

Diese Säuren sind nicht grundsätzlich schädlich für unseren Körper, sondern sind sogar lebensnotwendig. Doch in unserer „modernen“ Ernährung gibt es einfach zu viel davon.

Die überflüssige Menge muss von unserem Körper über die Nieren ausgeschieden werden. Wenn die Nieren überfordert sind, muss der Körper die Säuren woanders loswerden.

Organische Säuren wirken natürlich auch sauer in unserem Körper und müssen neutralisiert werden, können aber von unserem Körper besser abgebaut und als Kohlendioxid (Kohlensäure) abgeatmet werden:

  • Zitronensäure (Citrat)
  • Milchsäure (Laktat)
  • Essigsäure (Acetat)

Saure Lebensmittel

Pflanzliches (Nüsse) aber vor allem tierisches Eiweiß (Fleisch & Fisch) werden wegen ihrer Bestandteile wie Cystein und Methionin und natürlich anderer schwefelhaltigen Aminosäuren vom Körper sauer verstoffwechselt – Aminosäuren eben. In Fleischprodukten wie Wurst und Co.  aber auch Nüssen befinden sich auch phosphathaltige Moleküle. Cola wird Phosphorsäure sogar absichtlich hinzugefügt. Wahrscheinlich, damit sich die unglaubliche Menge Zucker auch wirklich löst.  Der Säure-Basen-Haushalt wird also auch von Cola mit Säuren (Kohlensäure und Phosphorsäure) belastet. Leg doch mal ein Stück Fleisch in Cola ein. Phosphorsäure hat eine extrem zersetzende Wirkung.

Basische Lebensmittel

Die meisten pflanzlichen Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Salat werden basisch verstoffwechselt und zählen somit zu den basischen Lebensmitteln und unterstützen dich in der basischen Ernährung und der Entsäuerung des Körpers. In basischen Nahrungsmitteln befinden sich Mineralstoffverbindungen wie Kalium-, Magnesium-, Natrium- oder Calciumcitrat, welche der Körper nutzen kann, um Säuren zu puffern bzw. zu neutralisieren. Diese Mineralien machen diese Lebensmittel basisch. „Basisch essen“ bedeutet also, sich von mineralienhaltigem Gemüse und Obst zu ernähren.

Demnach ernähren sich Vegetarier und Veganer basischer. Aber auch Ihre Ernährung ist nicht nur basisch. Getreideprodukte enthalten sowohl Kohlenhydrate, die sauer verstoffwechselt werden (Kohlensäure), als auch Eiweiß, welches ebenfalls sauer verstoffwechselt wird (Aminosäuren).

Säure Basen Tabellen

Natürlich soll man nicht auf Fleisch und Co. verzichten. Man soll den Verzehr nur einschränken und mehr basisches Gemüse zur Entsäuerung des Körpers essen. Ich lasse mir dabei den Spaß am Essen nicht von einer Tabelle vermiesen. Gut gekaut ist halb verdaut.

Basische Ernährung Tabelle

Die Säure Basen Tabelle findest du hier: Säure Basen Tabellen

Schaub Kost

Obst enthält je nach Sorte wirklich viel Säure. Tierische Lebensmittel, das merkt man am Geschmack, dagegen kaum. Die Säuren, die unseren Körper übersäuern, werden erst im Körper aus Nahrungsbestandteilen gebildet. So die bisherige Theorie.

Stefan Schaub sieht das aber ein wenig anders. Zwar gibt es in Zitronen eine Menge Mineralien, aber auch Säuren. Allen voran die Zitronensäure. Diese Säuren müssen auch erst mal neutralisiert werden. Bei Gemüse ist das aber nicht der Fall. Und wenn man nicht all zu viel Fleisch isst, kommt der Körper auch wunderbar mit den Säuren klar, die beim Verstoffwechseln der Proteine entstehen. Außerdem kommt es auf die artgerechte Haltung der Tiere und die Fleischsorte an. Schaub scheint somit offensichtlich ein Freund der Steinzeit- bzw. Paleoernährung zu sein (ich im übrigen auch, da mir nichts natürlicher erscheint). Weniger Kohlenhydrate, mehr Gemüse und Fleisch. Aber: Im Fleischsaft sind nach Schaub die ganzen Säuren und Gifte drin, also wegschütten!

Bei Interesse an der Paleoernährung, hier mehr Informationen dazu: http://www.paleo360.de/was-ist-paleo/

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